Zur Aktualität von Keynes
Informationshinweis
Durch die Finanzkrise, die drohende tiefe Rezession und die staatlichen Gegenmaßnahmen (insbesondere die Konjunkturprogramme) ist der Name und die Theorie von Keynes in die wirtschaftspolitische Diskussion zurückgekehrt.
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Zur Aktualität
Vielen Unkenrufen zum Trotz („Keynes ist tot“ so als ob Ricardo, Walras, Hayek, Friedman alle noch lebten) ist die Theorie von Keynes nach wie vor aktuell, auch deswegen, weil das Hauptproblem, zu dessen Lösung er seine Theorie entwickelt hat, nämlich die hohe und dauerhafte Arbeitslosigkeit, in den meisten Industriestaaten immer noch besteht. Zwar ist ein Teil der Arbeitslosigkeit strukturell bedingt, aber ein großer Teil beruht auf einer zu geringen Nachfrage nach Gütern und Diensten. Diese Nachfrageschwäche ist nicht nur konjunkturell bedingt, sondern vielfach auch dauerhafter Natur. Es bedarf dann nachhaltig wirkender Angebots- und Nachfragepolitik.
Die Aktualität dieser Problemstellung und der Problemerklärung durch Keynes kommt in vielfältiger Weise zum Ausdruck:
1) Die Relevanz und Bedeutung der Theorie von Keynes und der keynesianischen Theorie (nicht im Sinne der neoklassischen Synthese siehe dazu die entsprechende Rubrik) wird immer wieder diskutiert und hervorgehoben. Daher erscheinen immer wieder neue Bücher, die sich mit der „General Theory“ beschäftigen, sie neu-, um- oder anders interpretieren und sie offensichtlich für relevant halten (siehe Rubrik „Neuere Veröffentlichungen zur General Theory“ in der Rubrik „General Theory“).
2) Die Keynesianer entwickeln die Theorie von Keynes weiter und wenden sie auf Problembereiche an, die Keynes nicht behandelt hat (Verteilungstheorie, Inflationstheorie, Wachstumstheorie u.v.a.m.) (siehe Rubrik „Weiterentwicklung des Keynesianismus“).
3) In der wirtschaftspolitischen Diskussion zeigt sich die Aktualität von Keynes in den Beiträgen, in denen die Notwendigkeit unterstrichen wird, in der Wirtschaftspolitik Angebot und Nachfrage zu betrachten. Sie finden sie in der Rubrik „Zur Relevanz von Angebot und Nachfrage“.
4) Das große Interesse an dieser außerordentlichen Person, äußert sich in dem Erscheinen neuer Biographien und in der Beachtung, die diese in der Presse finden (siehe die erste Unterrubrik, aber auch die Rubrik „Keynes: Leben und Werk)
5) Man findet häufig Zeitungsaufsätze über seine wirtschaftstheoretische und wirtschaftspolitische Meinungen (siehe die zweite Unterrubrik).
6) Aufsätze und Aufrufe international renommierter Ökonomen, erläutern und stützen Keynes’ Theorie und wirtschaftspolitische Botschaft (siehe auch die dritte Unterrubrik, aber auch die Rubrik „Zur Relevanz von Angebot und Nachfrage“).
7) Die tatsächliche Verbreitung aktiver Geld- und Fiskalpolitik, und konjunkturelle Aufschwünge und Abschwünge abzumildern, statt diese den Selbstheilungskräften des Marktes zu überlasse, wie dies die neoklassische/neoliberale Sichtweise fordert.
in Vorbereitung
Die unter 4,5 und 6 angeführten Unterrubriken können Sie nebenstehend anklicken.