Zur Aktualität von Keynes
60. Todestag von KeynesAm 21.4.06 jährte sich der Todestag von Keynes zum 60. Mal. Dies nahmen mehrere Tageszeitungen zum Anlass, Keynes zu würdigen und (mehr oder minder) kompetente Ökonomen nach der heutigen Relevanz von Keynes zu fragen.
1. Die Financial Times Deutschland befragte 8 international renommierte Ökonomen und übrschrieb ihre Antworten wie folgt:
Joseph Stiglitz: "Keynes' Einfluss ist heute größer denn je"
Charles Wyplosz: "Ideen, die die Welt verändern"
Martin Feldstein: "Lösung für längst überwundene Probleme"
Jim O'Neil: "Die Chinesen könnten vom Briten lernen"
Alberto Alesina: "Veraltete ökonomische Rezepte"
Hans-Werner Sinn: "Grenzen der Analyse"
Oliver Jean Blanchard: "Heutzutage sind wir alle Keynesianer"
Peter Bofinger: "Auf den Spuren des großen Meisters"
Während Sie den Text von Bofinger direkt hier abrufen können, finden Sie die übrigen Antworten im Internet unter: www.ftd.de/politik/international/66482.html .
2. Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte am 21.4. einen Beitrag ihres für Wirtschaft verantwortlichen Redakteurs Nikolaus Piper sowie ein Interview mit Prof. Michael Burda von der Humboldt-Universität Berlin.
3. Die Frankfurter Rundschau publizierte am 1.4. einen Beitrag ihres Wirtschaftsredakteurs Mario Müller sowie zwei längere Beiträge von Prof. Wolfgang Franz (Präsident des ZEW und Universät Mannheim) sowie von mir. Mein Beitrag ist im folgenden eingestellt:
"Zum 60. Todestag von J.M. Keynes"
4. Das Handelsblatt veröffentlichte bereits am 10.4. einen Beitrag von Prof. Harald Uhlig von der Humboldt-Universität Berlin, dem das Handelsblatt den Titel "Keynes und seine Sklaven" gab und in dem die These vertreten wird, Keynes sei überholt. Dieser Artikel wurde Keynes so wenig gerecht, dass ich einen Beitrag aus meiner Sicht zu dem Thema für die Ausgabe des Handelsblattes vom 25.4. geschrieben habe. Auch dieser Text ist anschließend hier eingestellt:
"Weshalb Keynes nach wie vor relevant ist"
Prof. J. Kromphardt
(Vorsitzender der Keynes Gesellschaft)
Neuere Zeitungsartikel
Selbst in Zeitungen und anderen Periodika, die dem Gedankengut von Keynes kritisch bis feindlich gegenüberstehen, findet man neuerdings Artikel, die sich mit Keynes und dem Keynesianismus ernsthaft auseinandersetzen:
- Im Handelsblatt vom 30. März 2008 erscheint der Artikel „Die stille Renaissance von Keynes. Warum der Neokeynesianismus eine der wichtigsten Schulen der modernen Makroökonomie ist und was sich dahinter verbirgt“.
- Im Manager-Magazin vom 29. Februar 2008 wird Keynes unter dem Titel „Der Mann, der Hitler kommen sah“ so gewürdigt: „Nur wenige Denker prägten die Wirtschaft so wie John Maynard Keynes“.
- In der „Frankfurter Rundschau“ vom 8. April 2008 wird Keynes in einem Gastbeitrag als der größte Ökonom des 20. Jahrhunderts bezeichnet und die Leser werden aufgefordert: „Keynes bitte noch einmal richtig lesen!“.