I Tagungen und Veröffentlichungen der Keynes-Gesellschaft
1. Am 15/16.Februar 2010 fand in Chemnitz die 6. wissenschaftliche Tagung der Keynes-Gesellschaft mit dem Thema „Wege aus der Wirtschafts- und Finanzkrise“ statt. Hierzu folgende Seiten und/oder Downloads:
Die überarbeitete Fassung der Referate werden als Band 4 der Schriften der Keynes-Gesellschaft erscheinen
2. Im Dezember 2009 ist als Band 3 der „Schriften der Keynes-Gesellschaft“ der Band über unsere 4.wissenschaftliche Tagung in Wien (16/17.Februar 2009) im Metropolis-Verlag (Marburg) erschienen. Der Titel lautet: Finanzkrise und Divergenzen in der Wirtschaftsentwicklung als Herausforderungen für die Europäische-Währungsunion. Mit den „Herausforderungen durch die Finanzkrise“ befassen sich die Beträge von Horn/Joebges, Schulmeister, Helmedag und Hollweg; den Problemen, die sich aus der divergierenden wirtschaftlichen Entwicklung der Mitgliedstaaten ergeben, widmen sich die Beiträge von Ederer/Marterbauer/Walterskirchen, Flassbeck/Spiecker Gude und Rühmann. Die Titel der Referate finden sie in der Rubrik „Tagungen und Veröffentlichungen“
3.Im Oktober 2009 fand eine gemeinsame Tagung der Keynes-Gesellschaft mit dem Arbeitskreis Politische Ökonomie in Karlsruhe mit dem Titel „Keynes 2.0.-Perspektiven einer modernen keynesianischen Wirtschaftstheorie und -politik statt, organisiert von Harald Hagemann und Hagen Krämer. Das Tagungsprogramm finden Sie auf der Website der Tagung.
- Unter der Überschrift „Wirtschaftskrise: Mehr Keynes wagen“ berichtet die Frankfurter Rundschau am 9. April 2009 über diese Erklärung.
5. Berichte über die Jahrestagungen 2006 bis 2009 sowie die Bände 1,2 und 3 der Schriften der Keynes-Gesellschaft befinden sich in der Rubrik „Tagungen und Veröffentlichungen“.
II Gesteigertes Interesse an Keynes
Durch die Finanzkrise, die drohende tiefe Rezession und die staatlichen Gegenmaßnahmen (insbesondere die Konjunkturprogramme) ist der Name und die Theorie von Keynes in die wirtschaftspolitische Diskussion zurückgekehrt.
1. Niederschlag in den Zeitungen
Um über die zahlreichen Zeitungsartikel zu diesem Thema informiert zu sein, ist es zu empfehlen, sich bei Google Alerts anzumelden. Besuchen Sie als ersten Schritt die Google Alerts-Homepage (http://www.google.de/alerts). Geben Sie dort in das Feld „Suchbegriffe“ den Suchbegriff (John Maynard Keynes) ein, über den sie per Email informiert werden möchten. Klicken Sie schließlich auf Alert erstellen. Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Durch Klicken auf den Link in der Bestätigungs-E-Mail wird Ihr Alert aktiviert. Anschließend erhalten Sie fast täglich eine E-Mail, in der Sie mindestens einen Artikel über Keynes finden.
2. Niederschlag in neuen wissenschaftlichen Publikationen
Auf folgende neue Publikationen zu Keynes’ Theorie und zu seinen wirtschaftspolitischen Vorschlägen sei hingewiesen:
- George Akerlof, Robert Shiller: „Animal Spirits. Wie die Weltwirtschaft wirklich funktioniert“. Aus dem Englischen übersetzt von Ute Gräbner-Seißinger, Ingrid Proß-Gill und Doris Gertner. Frankfurt (Campus Verlag) 2009.
- Jörg Bibow, „Keynes on Monetary Policy, Finance and Uncertainty. Liquidity Preference Theory and the Global Financial Crisis“. Routledge History Taylor&Francis Group, 2009.
- Peter Bofinger, "Ist der Markt noch zu retten? Warum wir jetzt einen starken Staat brauchen". Berlin (Econ) 2009. In diesem Buch analysiert Bofinger die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise und die Wege zu ihrer Überwindung aus keynesianischer Sicht und verbindet diese mit einem Rückgriff auf die soziale Marktwirtschaft und der Forderung von Ludwig Erhard nach "Wohlstand für Alle".
- John Maynard Keynes, On Air. Der Weltökonom am Mikrofon der BBC. Hamburg (Murmann Verlag) 2008.
- Das neue Buch von Paul Krugman "Die Neue Weltwirtschaftskrise" (Campus Verlag, Frankfurt, New York 2009) analysiert die aktuelle Krise und die Möglichkeiten ihrer Bekämpfung ganz im Keynes'schen Geiste.
- Axel Leijonhufvud, „Out of the corridor: Keynes and the crisis“. Cambridge Journal of Economics, Vol. 33, 2009, S. 741-757. (hierbei handelt sich um ein Sonderheft zur Finanzkrise)
Zum Leben und Werk von Keynes sind zwei neue, relativ kurze Bücher erschienen:
Blomert, Reinhard, John Maynard Keynes. Reinbek bei Hamburg (Rowohlt Taschenbuch-Verlag) 2007.
Braunberger, Gerald: Keynes für Jedermann. Die Renaissance des Krisenökonomen. Frankfurt (Frankfurter Allgemeine Buch) 2009.
3. Überarbeitete Übersetzung der „General Theory“
Dank der gestiegenen Nachfrage ist im Herbst 2009 eine erneut überarbeitete deutsche Fassung der „Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“, in der Übersetzung von Fritz Waeger, verbessert und um eine Erläuterung des Aufbaus ergänzt von Jürgen Kromphardt und Stephanie Schneider, bei Duncker&Humblot (Berlin 2009) erschienen.
III Stiftung von zwei Preisen durch die Keynes-Gesellschaft
Anlässlich des 125. Geburtstags von John Maynard Keynes in diesem Jahr hat die Mitgliederversammlung der Keynes-Gesellschaft am 28.02.2008 beschlossen, zwei jährliche Preise zu stiften und auszuschreiben. Durch die Preise sollen Beiträge ausgezeichnet werden, in denen die Theorie von Keynes in besonders gelungener Weise präsentiert, interpretiert, weiterentwickelt oder auf eine wirtschaftspolitische Fragestellung angewendet wird.
Ausgeschrieben werden zwei Preise:
Ein Preis über 500 € zur Nachwuchsförderung für eine (auf höchstens 20 Seiten komprimierte) Diplom- oder Magisterarbeit.
Ein Preis in Höhe von 1.000 € für einen wissenschaftlichen Beitrag (Zeitschriftenartikel oder Diskussionspapier).
Die Arbeiten sollen aus den jeweils letzten drei vergangenen Jahren stammen.
Vorschlagsberechtigt sind alle Mitglieder der Keynes-Gesellschaft und alle Hochschullehrer. Einsendeschluss für die Vorschläge ist jeweils der 1. Oktober.
Die Vorschläge sind mit einer kurzen Begründung an den Vorsitzenden der Keynes-Gesellschaft (Prof. Dr. Jürgen Kromphardt, Sybelstr.45, 10629 Berlin) und per E-Mail an J.Kromphardt@ww.tu-berlin.de zu schicken. Über die Preisverleihung entscheidet ein Preiskomitee, das aus den drei Vorstandsmitgliedern der Keynes-Gesellschaft sowie den Mitgliedern Peter Bofinger und Hans-Jürgen Krupp besteht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Redaktion der Zeitschrift “Leviathan” ist bereit, die prämierten Beiträge auf Wunsch zu veröffentlichen